Hospitation an der Kulturschule am Richtsberg in Marburg

image-12Im Rahmen meines Studiums müssen wir vier mal einen Tag hospitieren. Da eine meiner Kommilitoninnen an einer Gesamtschule in Marburg als Lehrerin arbeitet und diese seid ungefähr zwei Jahren eine sogenannte „Kulturschule“ ist, wollte ich mir das ganze mal genauer anschauen.

Ganz besonders viel mir erst mal die kreative Gestaltung des Schulgebäudes auf. Überall gab es was buntes zu entdecken.

image-24

Wir wurden wirklich sehr freundlich begrüßt. Viele Lehrer nahmen sich Zeit uns herum zu führen und uns das eine oder andere über die Gestaltung einer Kulturschule zu erzählen. Das Lehrerkollegium erschien mir wirklich motiviert und vor allem viel mir auf, dass sie verstehen, sich in dem System Schule zurecht zu finden. Sie kennen ihre Nischen und dehnen die Regeln auch mal ein etwas aus, um auch ihre Vorstellung von Bildung durchsetzen zu können.

image-14Es scheint wirklich nicht einfach zu sein, zwischen all den Lehrplänen noch genug Raum und Zeit für ästhetische Prozesse zu finden. Am Richtsberg haben sie das so gelöst, dass es neben dem ganz normalen Unterricht ein sogenanntes „Mittagsband“ gibt, dass 90 Minuten lang ist. In dieser Zeit können die Kinder Mittag essen und sich einem kulturellen Angebot widmen, in das sie sich selbstständig einwählen können.

Ehrlich gesagt, war ich über diese Lösung, die natürlich besser als nichts ist, etwas enttäuscht. Das erinnerte mich schon sehr an AGs, die ich früher in der Schule hatte. Nur ist dieses Mittagsband in der Mitte und nicht am Ende des Schultages. Wenn ich also wirklich etwas in diesen 90 Minuten machen möchte, drücke ich mir also nebenher mein Pausenbrot rein, sodass die Zeit auch reicht. Mich würde eigentlich wirklich noch interessieren, wie viele dieses Angebot wirklich in Anspruch nehmen.

image-27Am Nachmittag besuchten wir das „Atelier“ der Schule. Obwohl der Raum eher provisorisch eingerichtet ist, da die Schule seid zwei Jahren auf die beantragten Gelder wartet, wirkt er sehr lebhaft. Der Kunstlehrer erzählte uns, dass es an der Schule nur zwei Kunstlehrer gäbe und die anderen wohl fach fremd unterrichten würden. Er nahm sich wirklich viel Zeit für uns und erzählte uns von seinen Schülern, die viel Verantwortung für den Raum übernehmen. Er meinte, es gebe eine hohe Partizipation der Schüler und dadurch würden sie sich besonders mit der Schule identifizieren.

Es war ein spannender Tag und ich bin froh über die kleinen Einblicke, die ich bekommen konnte. Ich möchte wirklich allen danken, die diesen Tag möglich gemacht haben.

 

 

 

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Create a website or blog at WordPress.com

Nach oben ↑

Onkel Bo's Kulturtagebuch

Lesen und staunen

KulTouren

Wo bitte geht's denn hier zur Kulturellen Bildung?

Kulturpuenktchen.

Punktumpunkt Kultur oder so.

kulturcontainer

Was ist eigentlich Kulturelle Bildung?

injs-art

Bild und Bildung

The Daily Post

The Art and Craft of Blogging

%d Bloggern gefällt das: